Von John B. Keane, ist die 60. Produktion der Theatergruppe m2-kulturexpress (inklusive der Alp!Traumproduktionen im Sommer).
Wieder ein irisches Stück. Wieder ein Stück bei dem Felix Mitterer seine „Hände“ im Spiel hatte.




John B. Keane (1928-2002) ist der meistgespielte Dramatiker in Irland, wie Felix Mitterer  wird er sowohl von den Amateurbühnen als auch von den Profitheatern gespielt. 
Von 1955 bis zu seinem Tode betrieb John B. – wie ihn die Iren liebevoll nennen - ein Pub in Listowel, County Kerry, wo er natürlich auch den Stoff für seine Stücke und Erzählungen fand.  Sein berühmtestes Stück ist „The Field“, 1990 mit Richard Harris verfilmt und für einen Oscar nominiert. 

Im Zentrum von „Höllenritt“ (im Original „Sharon’s Grave“, UA 1960) steht in Shakespearehafter Größe eine der unglaublichsten Figuren der Theaterliteratur, ein gelähmter Krüppel, der auf den Schultern seines Bruders zu reiten pflegt und mit Gewalt und List seiner Cousine ihr Erbe abjagen will. Denn nur als Hofbesitzer, so glaubt er, wird er eine Frau zum Heiraten finden.

Die deutschsprachige Erstaufführung fand bei den Tiroler Volksschauspielen 2007 in Telfs statt.
Bereits 2008 spielt der m2-kulturexpress das Stück in Neukirchen. 
„Salzburg-Premiére“ würde man in einem der arrivierten Theater auf das Plakat schreiben. Wir brauchen das nicht. 
Auch wenn wir ganz „hinten“ beheimatet sind, bei der Stückauswahl und beim Theaterspielen sind wir ganz vorne.

Übrigens: Der m2-kulturexpress bzw. Charly Rabanser hat bereits folgende Mitterer gespielt: Kein Platz für Idioten, Stigma, Krach im Hause Gott, In der Löwengrube, Die Beichte, Der Held aus dem Westen, Besuchszeit, Kinder des Teufels, Die wilde Frau, Mein Ungeheuer.
Ganz schön viel Mitterer. Weil er einfach unglaublich gut ist.





PERSONEN und ihre Darsteller

Dinzie Conlee – Christoph Auer
Jack Conlee – Walter „Tschappo“ Huber
Trassie Conlee – Christine Enzinger
Neelus Conlee – Walter Egger
Peadar Minogue – Robert Möschl
Miss Dee – Lisi Roider
Moll – Silvia Thöne
Mague – Manu Leo
Pats Bo Bwee – Charly Rabanser
Donal Conlee – Hans Brandner

Technik – Valentin Rabanser
Maske – Silvia Thöne / Hans Brandner
Fotos – Johannes Felsch
Musik – David Russell, Joaquin Rodrigo, Scott Tennant, Ch. Rabanser
Plakat – Oberhauser & Reitbauer
Programm – Valentin Rabanser
Regieassistenz – Maxi Vorreiter
Regie – Charly Rabanser






Many THANKS to
the young blacksmith of the Rosevalley, der dafür Sorge trug, dass die Requisiten die Proben überdauerten and the devils of the Venedigerpass, die beim ersten Zusammenstellen der Bühne ihr Talent einbrachten.

GEDANKEN
Mein besonderer Dank gilt allen, die sich die Arbeit angetan haben, sich in den letzten Monaten in das Stück zu „verbeißen“. Es war eine wirklich tolle Zusammenarbeit und ein weiterer Beweis dafür, dass man mit Zielstrebigkeit und persönlichem Einsatz  Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen vermag. Gemeinsam funktioniert dieses „Wegräumen“ noch besser. 
Theater führt Menschen zusammen, regt verbale Auseinandersetzung an und kann, wenn man Willens ist, zu einer offeneren Sichtweise führen. Wie gesagt, wenn man Willens ist.
Nicht nach den Oberflächlichkeiten einer Zeit, die das Egozentrische verherrlicht, sollen wir unser Tun ausrichten sondern nach den Werten, die das Zusammenleben bestimmen.
cr